10. Dutzenthaler Pfingsttreffen - Nationalpark Hunsrück-Hochwald (7. - 10. Juni 2019)

Das 10. Pfingsttreffen im Jahr 2019 führte uns wieder in einen Nationalpark. Der knapp über 10.000 ha große Nationalpark Hunsrück-Hochwald wurde an Pfingsten 2015 gegründet.

Die Dutzenthalerin Anna stammt aus dem Hunsrück und organisierte das Wochenende mit einigen spannenden Referenten und einer hochinteressanten Unterkunft. Es gab viel über die Natur und Landesgeschichte zu lernen und zu erfahren, warum die Nationalparkgründung hier so konfliktarm vonstatten gegangen ist.

Hierzu führte uns der Förster und ehemalige Leiter des Starterteams des Nationalparks Herr Lessander auf eine Lesereise durch den Wald. Es gab spannende Einblicke in die Interessen und Sorgen von Naturschutz, Holzwirtschaft, Tourismus und Anwohnern.

Aktive Naturschutzarbeit wird bei der Renaturierung der Hangmoore im Nationalpark geleistet. Hier führt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ein LIFE-Projekt durch, das uns von Nicole Furnier erläutert wurde. Ebenfalls in der Biotoppflege ist Margret Scholtes unterwegs, die uns am Sonntag einen kommunalen Flächenpool mit artenreichen Wiesen zeigte.

Nicht minder spannend war unsere Unterkunft: Die alte Eisenhütte in Abentheuer. Der Erbe Caspar Stumm führte uns auf eine Reise durch die Geschichte des Hunsrück mit Köhlerei, Verhüttung und dem Beginn der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert. Sehr eindrucksvoll war die Erkenntnis, dass Übernutzung und Umweltverschmutzung keineswegs neue Phänomene sind.

Als dauerhafte Erinnerung bleiben uns nun zwölf Messingtaler mit dem Dutzenthaler Logo, die in der Eisenhütte extra für uns gegossen wurden.

10. Dutzenthaler Herbsttreffen - Naturschutzland in Stiftungshand (2. - 4.11.2018)

Das 10. Dutzenthaler Herbsttreffen fand 2018 nicht auf Schloß Dutzenthal sondern auf dem Gutshof Leidenhausen im Osten von Köln statt. Gut Leidenhausen ist eines von mehreren "Heideportalen", die an dem großen Naturschutzgebiet "Wahner Heide" liegen. 

Im Rahmen eines Regionale2010-Projektes wurde der alte Gutshof ertüchtigt, mit einem Café und einer Ausstellung versehen. Unter den Dächern des Hofes finden verschiedene Umwelt-Akteure Platz. So sind dem Bienenzuchtverein, der Kölner Jägerschaft, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der NABU-Stadtverband und andere Vereine dort untergebracht. Es gibt eine Greifvogel-Station und ein Wildgehege. Da unser Dutzenthaler-Netzwerkler Robert seit diesem Jahr Geschäftsführer des Heideportals ist, konnten wir hervorragend tagen und alle Bereiche kennenlernen.

Das Thema Naturschutzstiftungen erlebten wir am Samstag in der Wahner Heide. Dieses Naturschutzgebiet gibt es seit 1931, was aber nicht verhinderte, dass im Jahr 1957 der Flughafen Köln/Bonn mitten hineingebaut wurde. Nach Abzug des Militärs in den 2000er Jahren ist der Bereich außerhalb des Flughafens im Besitz der DBU-Naturerbe GmbH und den Bundesforsten. Neben diesen kümmern sich auch mehrere Vereine um die Pflege der Flächen. Nach Gesprächen mit dem BUND-Landesvorsitzenden, einem Flächenbewirtschafter und einem ehemaligen Ratsmitglied der Stadt Köln blieb insbesondere der Eindruck der großen Herausforderungen, die so ein stadtnahes Schutzgebiet mit so vielen Interessensvertretern mit sich bringt.

Dank des spannenden Gebiets und der vielfältigen Möglichkeiten auf Gut Leidenhausen können wir uns gut vorstellen auch die nächsten Herbsttreffen wieder an der bergischen Heideterrasse zu verbringen.

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