12. Dutzenthaler Herbsttreffen -Naturschutz und Radikalismus (8. November 2020)

Das 11. Dutzenthaler Herbsttreffen musste in diesem besonderen Jahr 2020 pandemiebedingt digital stattfinden. Dank des hervorragenden Einsatzes von Rike und Daniela bekam das Treffen ein Rahmenprogramm und eine gute Moderation. Von 9 bis 16 Uhr konnten wir uns wiedersehen, austauschen, diskutieren und neu organisieren.

Das Thema des Treffens war eine Auseinandersetzung mit radikalen Strömungen im Naturschutz, insbesondere die rechtsradikalen, völkischen Organisationen, die schon seit jeher im Naturschutz vorhanden sind.

Einen sehr guten Überblick und geschichtlichen Abriss über das Thema lieferte uns unser Gast-Referent Lukas Nicolaisen von der FARN. Die FARN ist die "Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz". Sie wurde von der Naturfreundejugend Deutschland im Jahr 2017 gegründet und berät vorwiegend Naturschutzverbände, Bildungseinrichtungen und Behörden, wenn diese in Kontakt mit radikalen Gruppen kommen. Lukas lieferte einen historischen Überblick über rassistische und chauvinistische Einstellungen von Darwin und Häckel über die Umsetzung dieser menschenverachtenden Ideen im Nationalsozialismus bis hin zu heute aktiven Gruppen, die in diesem Geiste den Naturschutz dominieren wollen.

In der anschließenden Reflektion und Diskussion stellte sich heraus, dass einige aber auch nicht alle Erfahrungen mit der Vereinnahmung von rechts gemacht hatten. Ebenso wurde aber auch klar, dass wir Dutzenthaler eben auch nicht persönlich von der Ausgrenzung betroffen sind. Es wurde nocheinmal der Wunsch formuliert, weiter zu wachsen, offen für neue Netzwerkler zu sein und dabei auch als Netzwerk diverser zu werden.

Insgesamt war dieses digitale Treffen sehr wichtig, um uns alle wieder zu sehen und zu erkennen, dass wir alle weiterhin viele Beiträge und Ideen zum Netzwerk liefern können. Die angeregten Diskussionen und Pläne für die kommende Entwicklung zeigte deutlich, dass das Netzwerk weiterhin lebendig ist!

10. Dutzenthaler Pfingsttreffen - Nationalpark Hunsrück-Hochwald (7. - 10. Juni 2019)

Das 10. Pfingsttreffen im Jahr 2019 führte uns wieder in einen Nationalpark. Der knapp über 10.000 ha große Nationalpark Hunsrück-Hochwald wurde an Pfingsten 2015 gegründet.

Die Dutzenthalerin Anna stammt aus dem Hunsrück und organisierte das Wochenende mit einigen spannenden Referenten und einer hochinteressanten Unterkunft. Es gab viel über die Natur und Landesgeschichte zu lernen und zu erfahren, warum die Nationalparkgründung hier so konfliktarm vonstatten gegangen ist.

Hierzu führte uns der Förster und ehemalige Leiter des Starterteams des Nationalparks Herr Lessander auf eine Lesereise durch den Wald. Es gab spannende Einblicke in die Interessen und Sorgen von Naturschutz, Holzwirtschaft, Tourismus und Anwohnern.

Aktive Naturschutzarbeit wird bei der Renaturierung der Hangmoore im Nationalpark geleistet. Hier führt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ein LIFE-Projekt durch, das uns von Nicole Furnier erläutert wurde. Ebenfalls in der Biotoppflege ist Margret Scholtes unterwegs, die uns am Sonntag einen kommunalen Flächenpool mit artenreichen Wiesen zeigte.

Nicht minder spannend war unsere Unterkunft: Die alte Eisenhütte in Abentheuer. Der Erbe Caspar Stumm führte uns auf eine Reise durch die Geschichte des Hunsrück mit Köhlerei, Verhüttung und dem Beginn der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert. Sehr eindrucksvoll war die Erkenntnis, dass Übernutzung und Umweltverschmutzung keineswegs neue Phänomene sind.

Als dauerhafte Erinnerung bleiben uns nun zwölf Messingtaler mit dem Dutzenthaler Logo, die in der Eisenhütte extra für uns gegossen wurden.

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